Monheim 03.06.2019

P1120853 aDie Zahlen für Nordrhein-Westfalen sprechen eine eindeutige Sprache: Bei vier von sechs getöteten Kindern war in 2017 ein abbiegender Lkw der Unfallverursacher. Die Kinder befanden sich im toten Winkel. Die Lkw-Fahrer konnten sie nicht sehen. Aus diesem Grund hat die Kreisverkehrswacht Mettmann die Aktion "Toter Winkel" ins Leben gerufen. Seit nunmehr fünf Jahren werden Kinder der 4. Klasse bei der Fahrradprüfung auf die Gefahren hingewiesen und ihnen wird gezeigt, wie großflächig der "Tote Winkel" ist. "Nur die Wenigsten wissen, welche Gefahren sich insbesondere für ungeschützte Verkehrsteilnehmer dahinter verbergen", so Landrat Thomas Hendele, Schirmherr der Kreisverkehrswacht. "Für mich ist es eine Herzensangelegenheit, dass alle Kinder im 4. Schuljahr an der Aktion "Toter Winkel" teilnehmen können und so für die Problematik sensibilisiert werden", so Hendele.

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Velbert 25.02.2019

Der Anteil der Radfahrenden hat bis heute stark zugenommen. Einen großen Anteil daran haben Fahrer und Fahrerinnen mit E-bikes (Räder mit Unterstützung mittels Elektromotor). Damit verbunden ist aber auch, dass immer mehr Radfahrende in Unfälle verwickelt sind. 

k P1120731Ein Unfallrisiko ist der sogenannte Tote Winkel, insbesondere bei abbiegenden Lkw. Trotz der angebrachten Spiegel kann der Lkw-Fahrer einen bestimmten Bereich neben dem Fahrzeug beim k P1120728Rechtsabbiegen nicht einsehen. Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger in diesem Bereich sind stark gefährdet.

Die Technischen Betriebe Velbert haben sich des Problems angenommen und ihre Großfahrzeuge mit elektronischen Abbiegeassistenzsysteme ausgestattet, um damit einen wersentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit zu leisten. Eine Kamera erfasst den Bereich des Toten Winkels und der Fahrer kann diesen dann über einen Monitor erkennen.

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Toter Winkel SVG Caspers04 Auch in diesem Jahr wird die Kreisverkehrswacht Mettmann die Aktion "Toter Winkel" fortsetzen, zeigen doch die Berichte in den Medien, dass immer wieder Radfahrende von abbiegenden Lkw angefahren werden. Schwere Verletzungen, zum Teil mit tödlichem Ausgang, sind oft die Folgen.

So hat sich auch der Arbeitskreis VI des Verkehrsgerichtstages in Goslar am 24. und 25. Januar 2019 mit dem Thema "Lkw- und Busunfälle" beschäftigt und in seiner Empfehlung unter Ziffer 2  "...die Bundesregierung aufgefordert, in den internationalen Gremien darauf hinzuwirken, dass alle neuen Lkw und Busse mit einem Assistenten ausgerüstet sein müssen, der Radfahrende im kritischen Abbiegebereich zuverlässig erkennt und den Fahrenden optisch und akustisch warnt. Hersteller sollen die Zuverlässigkeit soweit verbessern, dass in Zukunft auch ein Bremseingriff möglich wird, wenn eine Fahrerreaktion unterbleibt."

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